Bericht einer Finanzerin

Finanzerin Vanessa

von Vanessa Einicke

Anfang Juli 2018 bekam ich die Möglichkeit, die Leitung des Ressorts Finanzen und Recht zu übernehmen. Aufgrund der Ausrichtung meines Studienfachs, Rechnungslegung und Unternehmenssteuerung, fiel mir diese Entscheidung recht leicht. Tätigkeiten wie das Führen des Vereinskontos und der Bücher, sowie der Jahresabschluss, waren mir nicht fremd. Auch im Bereich des Vereinsrechts hatte ich durch eine andere Vorstandstätigkeit bereits erste Erfahrungen gesammelt. Dennoch zweifelte ich daran, ob ich der Aufgabe gerecht werden kann, denn in erster Linie kommt es darauf an, wie gut ein Vorstandsteam untereinander agiert. Nur in einer positiven Umgebung können Aufgaben und Ideen optimal umgesetzt werden und glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass alle Vorstandsmitglieder engagiert sind und sich jederzeit gegenseitig unterstützen. Schnell stellte sich auch heraus, dass die Hauptarbeit außerhalb des Ressorts stattfindet.

So besuchten wir bereits Anfang Oktober diverse Veranstaltungen, um den Verein zu repräsentieren, potentielle neue Mitglieder zu begeistern und Unternehmen kennenzulernen.

Unter anderem besuchten wir die O-Phase der Wirtschaftswissenschaftlichen Faktultät sowie die Immatrikulationsfeier und Initiativenmesse der TU. Trotz Zeitdruck und kleinen Hindernissen gelang es uns hierbei immer, das Bestmögliche aus den Veranstaltungen herauszuholen und es ergaben sich vielversprechende Kontakte.

Insbesondere die eigene Persönlichkeitsentwicklung stand zur Anfangszeit im Vordergrund. So wurden uns im Rahmen eines Führungskräftetrainings Tipps zur Selbstmotivation und Organisation der Vorstandstätigkeit von ehemaligen Vorstandsmitgliedern an die Hand gegeben. Ziel des Trainings war es die Kernsegmente des Vereins aufzuschlüsseln und Potentiale, Risiken und Handlungsbedarfe zu erkennen. So setzten wir uns zum Ziel, unter anderem den Stand von jungblick am Campus zu verbessern. Dies wird gerade bereits vom Ressort PR und IT mittels einer neuen Website umgesetzt. Auch Kooperationen mit anderen Initiativen der TU sind geplant, wozu regelmäßig Planungstreffen stattfinden. Außerdem soll der Zusammenhalt innerhalb des Vereins durch mehr Teambuildingaktivitäten gesteigert werden. Beidem sehe ich sehr positiv entgegen, da bereits erste Erfolge erzielt werden konnten und wir stets bemüht sind diese nicht aus den Augen zu verlieren. Gerade der Erfahrungsaustausch mit aktiven Mitliedern und ehemaligen Vorständen ist besonders wichtig und wertvoll, da diese den Verein und seine Abläufe genau kennen. Auch die Alumni des Vereins, die inzwischen in der ganzen Welt verteilt einen großen Erfahrungsschatz ansammeln konnten, stellen diesen gern und jederzeit für uns zur Verfügung.

Trotz der turbulenten Anfangszeit blieb mein Interesse weiterhin bestehen und ich fing langsam an, den Fokus auf meine Ressorttätigkeit zu lenken. So konnte ich neben der Mitgliederdatenpflege auch Rechnungen und Quittungen für das b.east, ein von jungblick ausgerichtetes Netzwerktreffen Ostdeutscher studentischer Unternehmensberatungen, erstellen. Auch für die Organisation und Durchführung des Events stellte ich mich als Projektmitglied zur Verfügung. So veranstalteten wir Ende November das b.east, welches wiederum den Zusammenhalt des Vereins, insbesondere des Projektteams wesentlich gestärkt hat und man vieles über seine eigene Belastbarkeit und Organisationsfähigkeit lernen konnte.

Mein derzeitiger Fokus liegt zurzeit auf der rechtlichen Seite des Vereins, um eine Basis für die zukünftigen Rechtsgeschäfte und Finanzen zu schaffen. Hierzu untersuchte ich unter anderem unsere Satzungen und Rahmengeschäftsordnungen der letzten Jahre auf Zeitmäßigkeit. Mein Ziel ist es dabei, spätestens zum Ende meiner Amtszeit eine neue Satzung und RGO entworfen zu haben und diese in der Mitgliederversammlung vorzustellen. Aufgrund der großen Fluktuation im Verein, ist außerdem ein Leitfaden geplant, der unter anderem Informationen zur Gemeinnützigkeit von Vereinen enthält und deren Vor- und Nachteile aufzählt. Außerdem begann mein Vorgänger, Steven Bartels, Anfang des Jahres mit dem Entwurf einer standardisierten Vorlage für Gesellschaftsverträge einer GbR, damit die Mitglieder schneller eine GbR gründen können, um ihrerseits Projekte durchzuführen. An diese Arbeit möchte ich nun anknüpfen und diese Vorlage nun für den Verein nutzbar machen.

Ich freue mich auf das neue Jahr und bin gespannt, welche Herausforderungen auf uns zukommen werden.

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